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CDU vertreibt mit Vorschlag zur Streichung der Auszubildenden-Stellen junge Menschen

Linksfraktion im Kreistag hat eigenes Konzept erarbeitet

Die CDU-Mitglieder haben im Dezember-Kreisausschuss beantragt, sämtliche Auszubildendenstellen bei der Kreisverwaltung für die nächsten drei Jahre zu streichen. Hierzu erklärt Hans-Joachim Henze, Mitglied im Finanzausschuss des Kreistages:

"Der Vorschlag der CDU-Fraktion ist in doppelter Hinsicht unseriös. Zum einen vertreiben wir dadurch die jungen Leute gleich auf ihrer Ausbildungsplatzsuche in die alten Bundesländer und sehen sie dann nie wieder. Zum anderen benötigt die Kreisverwaltung auch in den Folgejahren Auszubildende, um kontinuierlich eine Verjüngung des Personalbestandes zu gewährleisten. Die Vergreisung der Landkreisangestellten spart letztendlich auch keine Personalkosten."

Die Linksfraktion hat einen eigenen Vorschlag zum Umgang mit den Ausbildungsstellen entwickelt. Henze erläutert den Vorschlag so:

"Grundsatz unseres Konzeptes ist, dass es keine Abstriche bei der Ausbildung in der Verwaltung geben darf. Dies ist aus sozialer Verantwortung, aber auch wegen der Effektivität der Verwaltung geboten. Auszubildende erleichtern den Generationenwechsel in der Verwaltung. Gut ausgebildete junge Menschen erhöhen auch die Attraktivität der Region. Deshalb können und sollen mittelfristig eher mehr als weniger Ausbildungsplätze in der Kreisverwaltung entstehen."

Im Gegenzug sieht Henze und die Linksfraktion Einsparmöglichkeiten bei der Übernahme:

"Wir müssen allerdings von Fall zu Fall nach Bedarf und Leistung entscheiden, welche Auszubildenden folgend in die Verwaltung übernommen werden können. Statt Übernahmeautomatismus soll es eine Übernahme nach jährlichem Bedarf, dem strenge Maßstäbe zugrunde gelegt werden, geben. Nach unseren Berechnungen können bei einer spürbar reduzierten Übernahme in den nächsten 4 Jahren bis 2017 insgesamt mehr als 2 Millionen Euro eingespart werden - und das bei einer Ausweitung der Ausbildung für junge Menschen. Dieser Vorschlag ist - im Gegensatz zur Holzhammermethode der CDU-Vertreter - langfristig sinnvoll, finanziell effektiv und sozial gerecht."

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