Täter des Anschlags auf zukünftige Asylbewerberunterkunft zur Rechenschaft ziehen - Wir wollen helfen, dass Flüchtlinge trotzdem zu Weihnachten in menschenwürdigen Unterkünften wohnen
Zum Anschlag auf die zukünftige Asylbewerberunterkunft in Gräfenhainichen
("Schleifer-Gebäude") erklären Uwe Loos, Sprecher des Kreisverbandes der LINKEN und Landtagsabgeordneter im Landkreis Wittenberg, und Jörg Schindler, Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion im Kreistag:
Zum Anschlag auf die zukünftige Asylbewerberunterkunft in Gräfenhainichen ("Schleifer-Gebäude") erklären Uwe Loos, Sprecher des Kreisverbandes der LINKEN und Landtagsabgeordneter im Landkreis Wittenberg, und Jörg Schindler, Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion im Kreistag:
"Wir verurteilen den Anschlag auf die geplante Asylbewerberunterkunft.
Angesichts der aufgesprühten Parole ´Refugees not welcome´ dürfte feststehen, dass die Täter aus ausländerfeindlichen Motiven handelten."
Uwe Loos erklärt:
"Durch die komplette Unterwassersetzung des Gebäudes ist der Allgemeinheit ein enormer Schaden entstanden. Allein der Verzug der Nutzung für 80 Personen dürfte monatliche Kosten von mehreren tausend Euro verursachen.
Hinzu kommen die Schäden am Gebäude. Die Täter müssen ermittelt und für diese Tat zur Rechenschaft gezogen werden - strafrechtlich und zivilrechtlich. Ich fordere die Behörden, Staatsanwaltschaft, Polizei und Kreisverwaltung, auf, hier energisch tätig zu werden."
Jörg Schindler ergänzt:
"Offenbar wollten die Täter verhindern, dass Flüchtlinge aus der bisherigen Notunterbringung in der Turnhalle Griebo nach Gräfenhainichen umziehen können. Damit haben sie zu erkennen gegeben, dass sie einerseits Menschen, die vor Krieg und Not flüchten, noch nicht einmal eine menschenwürdige Unterkunft gönnen. Und sie haben andererseits die Gefahr geschaffen, dass durch eine fortdauernde Unterbringung in der Turnhalle Griebo diese weiterhin für den Vereinssport nicht nutzbar ist. Wir werden aber als Kreistagsfraktion, gemeinsam mit der Kreisverwaltung und engagierten Bürgern, etwa vom Bündnis "Wittenberg Weltoffen", alles unternehmen, dass den rassistischen Tätern dies nicht gelingt. Wir wollen helfen, dass die Flüchtlinge aus Griebo zu Weihnachten trotzdem in menschenwürdigen Unterkünften wohnen können."
Wittenberg, 17.12.2015
Jörg Schindler
(Kreistagsfraktionsvorsitzender)
