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Wir streiten für gute Betreuungsqualität in den Kindertagesstätten des Landkreises

Angelika Kelsch

Kelsch: Elternbeteiligung, Elternarbeit und Kinderschutz ist beschlossen, Mindestquadratmetergröße nicht.

Kelsch: Elternbeteiligung, Elternarbeit und Kinderschutz ist beschlossen, Mindestquadratmetergröße nicht.

Zu den Vorwürfen von Erich Schmidt (Fraktion SPD/Bündnis90/Die Grünen) im gestrigen Kreistag vom 21.03.2016 gegenüber dem "Unterausschuss KiFöG" des Kreis-Kinder- und Jugendhilfeausschusses erklärt die Vorsitzende des Unterausschusses und Mitglied der Linksfraktion, Angelika Kelsch:

"Der Unterausschuss KiFöG nimmt die Aufgabe wahr, die Umsetzung des KiFöG im Landkreis zu betrachten. Dies gilt insbesondere für die Sicherung der Betreuungsqualität in den 115 Kitas im Landkreis. In Workshops hat der Unterausschuss Standards der räumlichen, personellen und sächlichen Ausstattung erarbeitet. Wir haben Mindeststandards zur Elternbeteiligung, zur Elternarbeit und zum Kinderschutz beschlossen. Für den Kinderschutz fallen Kosten von 30.000,00 € an, die bereits im Haushalt eingeplant sind, die anderen Beschlüsse sind kostenneutral.

Soweit Erich Schmidt skandalträchtig behauptet, der Unterausschuss habe zudem eine Verdoppelung der Mindestquadratmetergröße je Kind in den Kindertagesstätten beschlossen, ist das falsch. Einen solchen Beschluss gibt es nicht. Insofern ist die folgende Behauptung, hierdurch würden die Kita-Beiträge steigen, haltlos. Die Steigerung der Kita-Beiträge hat ihre Ursachen im Landesrecht, nicht aber darin, dass der Unterausschuss KiFöG seine Aufgabe wahrnimmt, die Qualität der Kita-Betreuung einzuhalten."

Kelsch ergänzt zur Mindestquadratmetergröße:

"Obwohl wir dies nicht beschlossen haben, ist allerdings durchaus problematisch, dass für die Erteilung der Betriebserlaubnis einer Kita 2,5 m² für Kinder über 3 Jahren und 5 m ² für Kinder unter 3 Jahren berücksichtigt werden. Zum Vergleich: Selbst einem Huhn stehen bei Tierhaltung 4 m² zu. Hier muss nach Maßgabe der Verfügbarkeit der Funktionsräume schrittweise die Qualität verbessert werden. Erich Schmidt ist eingeladen, sich über seine Ausschusskollegin Corinna Reinecke mit eigenen Ideen einzubringen."

Wittenberg, 22.03.2016

Jörg Schindler
Kreistagsfraktionsvorsitzender

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