800 Jahre Anhalt - ohne Frauen?
…Nicht für die Fraktion DIE LINKE, die dem Festumzug zum diesjährigen Sachsen-Anhalt-Tag in Dessau-Roßlau einen wichtigen Anstrich verlieh
Dessau-Roßlau - KM. 800 Jahre Anhalt ist nicht nur die Geschichte männlicher Großkopferter. Es ist auch die Geschichte weiblicher Persönlichkeiten, die sich in vielerlei Hinsicht in Politik, Bildung, Gesundheit und Soziales engagierten – und ihre Zeit prägten.
Auf 16 Bildtafeln erinnerten die Abgeordneten und Mitglieder der LINKEN während des Festumzugs an diese Frauen. Etwa an Dorothea von Erxleben, die erste promovierte Ärztin Deutschlands, an Marie Kettmann, die erste weibliche Landtagsabgeordnete Anhalts oder an Erna Lauenburger, eine deutsche Sinti, die 1943 in Auschwitz starb und als Vorbild für die „Unku“ in Alex Weddings Buch „Ede und Unku“ diente. „Es waren Frauen, die den Menschen zugewandt waren“, sagte der Dessau-Roßlauer Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE, Frank Hoffman. Und es sind Frauen, deren Leben, Wirken und Verdienste für DIE LINKE nicht in Vergessenheit geraten dürfen – Erst recht nicht im Jubiläumsjahr 800 Jahre Anhalt.
Die Fraktion DIE LINKE setzte somit einen Kontrapunkt zum allgemeinen Mainstream der Feierlichkeiten im Rahmen des Jubiläumsjahrs. Mit ihrem Anliegen, die Erinnerung an weibliche Persönlichkeiten der Geschichte Anhalts wach zu halten, beteiligte sie sich, auf Initiative von Frank Hoffmann und weiteren Abgeordneten der Region, erstmals am großen Festumzug zum Sachsen-Anhalt-Tag. An der Bühne „Weltoffenes Sachsen-Anhalt“ war die Fraktion zudem während der gesamten Feierlichkeiten mit einem eigenen Infostand im Zelt des Landtages von Sachsen-Anhalt präsent.
