Ein besseres Sportfördergesetz für Sachsen-Anhalt ist möglich und notwendig
Zur anstehenden Entscheidung des Landtages über das Sportfördergesetz erklärt der sportpolitische Sprecher der Fraktion Uwe Loos:
Zur anstehenden Entscheidung des Landtages über das Sportfördergesetz erklärt der sportpolitische Sprecher der Fraktion Uwe Loos:
„DIE LINKE geht heute mit einem umfangreichen Änderungsantrag (Drs. 6/1695) in die Landtagsdebatte zum Sportfördergesetz. Die darin enthaltenen Änderungsvorschläge zielen darauf ab, dem Sport im Rahmen der derzeit laufenden Konsolidierungsvereinbarung mehr Verantwortung zu übertragen.
Insbesondere sollen die konzeptionellen Stärken des Landessportbundes Sachsen-Anhalt e.V. für die Entwicklung des Sportes besser genutzt werden, als dies von CDU und SPD vorgesehen ist. DIE LINKE schlägt vor, dem Landessportbund Sachsen-Anhalt e.V. nach einer Übergangszeit die Förderung der Sportstätten, der Projekt- und Vereinsarbeit, der Kreis- und Stadtsportbünde sowie der Landesfachverbände zum 01.01.2014 zu übertragen.
Ferner setzt sich DIE LINKE dafür ein, die Sportentwicklung als Teil der Landesentwicklung zu begreifen und insbesondere den Belangen des Natur- und Umweltschutzes sowie der Raumordnung Rechnung zu tragen. Zudem soll die Nationale Anti-Doping Agentur (NADA) zukünftig mit einer jährlichen Zuwendung gefördert werden, denn seit mehr als 10 Jahren steht sie im Kampf gegen das Doping für Unabhängigkeit, für Glaubwürdigkeit und für Professionalität.
Nicht nur in Bezug auf die UN-Behindertenrechtkonvention muss es noch in einem stärkerem Maße gelingen, allen Einwohnern eine sportliche Betätigung zu ermöglichen und den Sport grundsätzlich barrierefrei zu organisieren.
Mit ihren Vorschlägen streitet DIE LINKE für ein zukunftsfähiges Sportfördergesetz in Sachsen-Anhalt. Mehr Selbstbestimmung und eine höhere Eigenverantwortung des Sports können dazu dienen, zielführendes Handeln und sachgerechte Problemlösungen in der Sportförderung zu erzielen. Die Ergebnisse der am 17. Oktober 2012 durchgeführten Anhörung belegen, dass ein besseres Sportfördergesetz möglich und notwendig ist. Die mit der Mehrheit der Koalitionsfraktionen durchgesetzte Beschlussempfehlung des Ausschuss für Inneres und Sport kann DIE LINKE nicht mittragen.“
Magdeburg, 13. Dezember 2012
