Olympia in Sotschi ist für Sport und Politik Chance und Verpflichtung zugleich
Zur morgigen Eröffnung der XXII. Olympischen Winterspiele in Sotschi erklärt der sportpolitische Sprecher der Fraktion Uwe Loos:
Zur morgigen Eröffnung der XXII. Olympischen Winterspiele in Sotschi erklärt der sportpolitische Sprecher der Fraktion Uwe Loos:
„Olympiaden sind große Feste des Sports. Sie bieten Sportlerinnen und Sportlern aus allen Teilen der Welt die Möglichkeit, im friedlichen und fairen Wettstreit die Kräfte zu messen und sportliche Höchstleitungen zu erzielen. Olympische wie Paralympische Spiele sind Orte der Begegnung und des Meinungsaustausches, die die Chance bieten, sich im gegenseitigen Respekt näher kennenzulernen und Verständnis für den jeweils Anderen zu entwickeln. Jede Form der Manipulation und Instrumentalisierung des Sports schaden der olympischen Idee.
Mit Blick auf die jetzt beginnenden Winterspiele wünschen wir insbesondere den Aktiven aus Sachsen-Anhalt viel Erfolg.
Gleichwohl gilt es, vorhandene Probleme unmissverständlich anzusprechen. Für die Fraktion DIE LINKE sind u.a. die massive Umweltzerstörung im olympischen Umfeld, die wiederholten Angriffe auf die Pressefreiheit und die massiven Menschenrechtsverletzungen Anlass, deutliche Kritik zu üben. So stellt die staatliche Diskriminierung von homo-, bi-, trans- und intersexuellen Menschen in Russland einen Verstoß gegen die Menschenrechte dar, dem man aus unserer Sicht mit Missbilligung und Ablehnung begegnen muss.
Dabei verkennt die Fraktion DIE LINKE nicht die Probleme, die in Sachsen-Anhalt selbst liegen. Gerade die aktuelle Landtagsdebatte zur inhaltlichen Ausrichtung des LEO e. V. Bennungen und zum öffentlichen Umgang mit Homophobie in Sachsen-Anhalt zeigte, dass auch in unserem Land noch viel zu tun ist, um offene wie verdeckte Diskriminierung auf Grund der sexuellen Identität abzubauen.
Im Rückblick auf die Jahre 1980 und 1984 stellt die Fraktion DIE LINKE fest, dass ein Boykott der Olympischen Spiele niemandem hilft. Ein Boykott stiftet keinen Frieden, er stärkt auch nicht die Menschenrechte, er schadet der olympischen und paralympischen Bewegung. Olympia in Sotschi ist für Sport und Politik Chance und Verpflichtung zugleich.“
Magdeburg, 06. Februar 2014
