Polemik gegen Sport beenden, Sportfördergesetz zügig überarbeiten
Zum Interview der Volksstimme mit dem Innen- und Sportminister Stahlknecht erklärt der sportpolitische Sprecher der Fraktion Uwe Loos:
Zum Interview der Volksstimme mit dem Innen- und Sportminister Stahlknecht erklärt der sportpolitische Sprecher der Fraktion Uwe Loos:
„Es ist schon sehr befremdlich, wie sich Herr Stahlknecht gegenüber den Vertreterinnen und Vertretern des Sports aufführt. Mit seinem Interview in der heutigen Ausgabe der Volksstimme stört der Minister das Verhältnis von Politik und Sport und behindert zudem eine partnerschaftliche und kooperative Zusammenarbeit.
Ein genauer Blick in den Entwurf des Sportfördergesetzes, das von der Landesregierung selbst vorgelegt wurde, hätte eigentlich genügen können, sich derartige Vorwürfe zu ersparen. An dieser Stelle soll der Verweis auf den § 4 Absatz 1 der Landtagsdrucksache 6/1254 vom 04.07.2012 genügen. Die Polemik gegenüber dem Landessportbund hält DIE LINKE für unangemessen.
In der öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Inneres und Sport gab es am 17. Oktober 2012 von vielen Seiten Kritik und die unüberhörbare Aufforderung, für den Sport in Sachsen-Anhalt ein besseres Gesetz zu erarbeiten.
Mit einem umfangreichen Änderungsantrag zum Sportfördergesetz setzt sich DIE LINKE derzeit u.a. dafür ein, dem Sport eine stärkere Eigenverantwortung zu übertragen. Im Rahmen der derzeit laufenden Konsolidierungsvereinbarung soll dem Landessportbund die Förderung der Sportstätten, der Projekt- und Vereinsarbeit, der Kreis- und Stadtsportbünde sowie der Landesfachverbände zum 01.01.2014 übertragen werden.
Aus Perspektive der LINKEN verdient der Sport in Sachsen-Anhalt Respekt, und er braucht ein zukunftsfähiges Sportfördergesetz, das sich im Vergleich mit anderen Bundesländern messen lassen kann."
Magdeburg, 20. November 2012
