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Schrumpfkurs für die Schulen wird fortgesetzt

Thomas Lippmann (MdL)

Nach der Pleite beim Haushalt drohen jetzt Kürzungen in Grund- und Sekundarschulen. Dazu der bildungspolitische Sprecher der Fraktion, Thomas Lippmann:

Nach der Pleite beim Haushalt drohen jetzt Kürzungen in Grund- und Sekundarschulen. Dazu der bildungspolitische Sprecher der Fraktion, Thomas Lippmann: 

Ohne greifbaren Fortschritt bei der zentralen Frage des künftigen Personalbestandes an den Schulen sind die Haushaltsverhandlungen beendet worden. Die mühsam zusammengesuchten 80 Stellen, die nicht einmal zusätzlich zur Verfügung gestellt, sondern nur „vorgezogen“ werden, sind geradezu lächerlich angesichts der Probleme, die die Schulen jetzt schon haben. Nach diesem Beschluss muss damit gerechnet werden, dass am 1. Schultag des nächsten Schuljahres noch weniger Lehrer vor den Klassen stehen als im letzten Jahr. Auf die Unterstützung durch pädagogische Mitarbeiter*innen werden immer mehr Grundschulen gänzlich verzichten müssen und auch die Hilfe durch Förderschullehrer wird weiter drastisch reduziert.

Wie immer, wenn man nichts in der Tasche hat, wird getäuscht, verschwiegen und geschönt. Um trotz fortschreitendem Lehrermangel die Unterrichtsversorgung besser aussehen zu lassen, soll der Bedarf künstlich abgesenkt werden. Dazu soll so massiv in die Stundenzuweisung an den Grund- und Sekundarschulen eingegriffen werden, wie es dieses Land noch nicht erlebt hat. An den Grundschulen sollen die Klassen jahrgangsübergreifend zusammengepfercht und in den Sekundarschulen soll der Unterricht in den Naturwissenschaften noch weiter ausgedünnt werden. Damit katapultiert sich Sachsen-Anhalt mit seinem Schulangebot an das Ende aller Bundesländer.

Magdeburg, 16. Februar 2017

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