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Schwarzer Tag für den Sport in Sachsen-Anhalt - Sportminister ohne Mehrheit in der Koalition?

Zum Sportfördergesetz erklärt der der sportpolitische Sprecher der Fraktion Uwe Loos:

Zum Sportfördergesetz erklärt der sportpolitische Sprecher der Fraktion Uwe Loos:

"Mit der Mehrheit der Koalitionsfraktionen wurde heute im Ausschuss für Inneres und Sport die Beschlussempfehlung zum Sportfördergesetz verabschiedet. Die dabei von CDU und SPD durchgesetzten gesetzlichen Regelungen sind weitestgehend unverbindlich und laufen den Aussagen von Minister Stahlknecht zuwider, der dem Landesportbund die Rückübertragung der Autonomie und Eigenverantwortung bis 2015 mehrfach versprochen hatte. Der Sportminister hat scheinbar keine Mehrheit in der Koalition. Für den Sport in Sachsen-Anhalt ist dies ein schwarzer Tag.

DIE LINKE wird zur abschließenden Beratung des Sportfördergesetzes im Dezember ihre Änderungsvorschläge in den Landtag einbringen. Dazu gehört, dass dem Landessportbund Sachsen-Anhalt e.V. nach einer Übergangszeit die Förderung der Sportstätten, der Projekt- und Vereinsarbeit, der Kreis- und Stadtsportbünde sowie der Landesfachverbände zum 01.01.2014 übertragen werden.

Ferner wird sich DIE LINKE dafür einsetzen, die Sportentwicklung als Teil der Landesentwicklung zu begreifen und insbesondere den Belangen des Natur- und Umweltschutzes, der Raumordnung und Landesplanung hinreichend Rechnung zu tragen.

Zudem soll die Nationale Anti-Doping Agentur (NADA) zukünftig mit einer jährlichen Zuwendung gefördert werden, denn seit mehr als 10 Jahren steht sie im Kampf gegen Doping für Unabhängigkeit, Glaubwürdigkeit und Professionalität.

Nicht nur in Bezug auf die UN-Behindertenrechtkonvention muss es in noch stärkerem Maße gelingen, allen Einwohnern eine sportliche Betätigung zu ermöglichen und den Sport grundsätzlich barrierefrei zu organisieren.

Mit ihren Vorschlägen streitet DIE LINKE für ein zukunftsfähiges Sportfördergesetz in Sachsen-Anhalt und sieht sich mit den Ergebnissen der am 17. Oktober 2012 durchgeführten Anhörung und den sich anschließenden Fachgesprächen bestätigt.“

Magdeburg, 29. November 2012

 

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