Wirkungsvolle Maßnahmen gegen Homophobie im Sport einleiten - gesamtgesellschaftlichen Aktionsplan auf den Weg bringen
Vor kurzem antwortete die Landesregierung auf eine kleine Anfrage zu Maßnahmen gegen Homophobie im Sport. Dazu erklärt der sportpolitische Sprecher der Fraktion Uwe Loos:
Vor kurzem antwortete die Landesregierung auf eine kleine Anfrage zu Maßnahmen gegen Homophobie im Sport. Dazu erklärt der sportpolitische Sprecher der Fraktion Uwe Loos:
„Leider bleiben mit den vorliegenden Antworten (Drs. 6/2938) viele Fragen offen. Es ist ein politisches Armutszeugnis für die von der CDU geführte Landesregierung, wenn sie sich nicht in der Lage fühlt, eine Einschätzung über offensichtliche Probleme abzugeben. Homophobie im Sport ist nicht erst seit dem Bekenntnis von Thomas Hitzlsperger (langjähriger Fußballprofi und ehemaliger deutscher Nationalspieler) zu seiner Homosexualität ein Thema von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung. Und so, wie es der Landesregierung an Analyse fehlt, fehlen ihr offenbar auch eigene Konzepte, wenn es darum geht, Ausgrenzungen und Diskriminierungen homo-, bi-, trans- und intersexueller Menschen im Sport nachhaltig zurückzudrängen. Nur halbherzig scheint die Landesregierung das vom Landessportbund begonnene Projekt „Menschlichkeit und Toleranz im Sport“ (MuT) zu unterstützen, wenn man die Fördersummen des Bundes und des Landes vergleicht.
Mit Nachdruck fordert die Fraktion DIE LINKE die Landesregierung auf, vorhandene Probleme ernst zu nehmen und wirkungsvolle Maßnahmen gegen Homophobie im Sport einzuleiten. Dazu gehört für die Fraktion DIE LINKE die Umsetzung eines gesamtgesellschaftlichen Aktionsplans (vgl. Landtagsdrucksache 6/2100) und die Förderung von Kooperationsvorhaben zwischen Lesben- und Schwulenverbänden sowie Sportvereinen und Fanprojekten. Nur langfristig und in vielfältiger Weise kann es gelingen, Homophobie im Sport nachhaltig zurückzudrängen.“
Magdeburg, 01. April 2014
