Rückblicke Mai 2024
Raus auf die Straße zum 1. Mai
Mit dem heute vorgestellten 4-Punkte-Plan für gute Arbeit stellen wir uns der (un-)sozialpolitischen Wende der FDP entgegen
Mehr Lohn und mehr Zeit zum Leben die Herausforderungen unserer Zeit
Der 1. Mai, der Tag der Arbeit ist nicht nur Feiertag, sondern auch Kampftag. Er steht symbolisch für die Kämpfe der Arbeiterbewegung für mehr Arbeitsschutz, weniger Arbeitszeit und gute Löhne.
Auch Die Linke Sachsen-Anhalt begeht in dieser Tradition, gemeinsam mit Gewerkschaften und Beschäftigten den 1. Mai in verschiedenen Städten und Gemeinden.
In Sachsen-Anhalt waren 2023 992.700 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte, davon allein 253.928 in Teilzeit. 220.000 Beschäftigte sogar nur geringfügig beschäftigt. Gleichzeitig arbeitet in Ostdeutschland jeder 4. Beschäftigte im Niedriglohnsektor.
Unser 4-Punkte-Plan für gute Arbeit - wir fordern:
- Mindestlohn erhöhen und Mindestlohnrichtlinie der EU umsetzen! Laut Richtlinie muss der Mindestlohn bei 60 % des Median-Einkommens liegen: demnach müsste er 2024 bereits bei über 14,12 Euro liegen. Die Linke fordert: 15 Euro. Ein höherer Mindestlohn hebt das Lohngefüge insgesamt nach oben, sodass auch diejenigen profitieren, die mehr als den Mindestlohn bezahlt bekommen. Gerade bei dem besonders niedrigen Lohnniveau in Ostdeutschland wirken ein deutlich höherer Mindestlohn und stärkere Tarifbindung als Konjunkturprogramm. Ein Viertel aller ostdeutschen Beschäftigten hätte mit 15 Euro Mindestlohn unmittelbar mehr Geld in der Tasche - 1,3 Millionen Beschäftigte, die weniger Angst vor der Stromrechnung haben müssten.
- Umfassende gesetzliche Regelung von Überstunden! Sofern nicht in Tarifverträgen geregelt, muss in Zukunft jede Überstunde ab Stunde eins inklusive Zuschlägen ausbezahlt werden.
- 80 Prozent Tarifbindung jetzt! Tarifverträge leichter allgemein verbindlich erklären! Dann gelten sie auch für entsandte Beschäftigte und Lohndumping kann wirksam unterbunden werden. Tariftreuegesetz jetzt: Öffentliches Geld darf nur in gute Löhne und gute Arbeitsbedingungen fließen! Schluss mit der Vergabe an den billigsten Anbieter: öffentliche Aufträge nur mit Tarifvertrag.
- Mehr Zeit für Familie, Freunde, Ehrenamt: 4-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich! Im stressigen Arbeitsalltag fehlt oft Zeit für die Familie und für Erholung.
Der 1. Mai ist wegen der großen Streiks 1886 in den USA für einen 8-Stunden-Tag zum Kampftag der arbeitenden Menschen geworden. Mehr als 160 Jahre später fast 70 Jahre nachdem die 5-Tage-Woche 1955 in Tarifverträgen festgeschrieben worden ist ist es Zeit, weiterzugehen. 30 Stunden pro Woche in Vollzeit oder 4 Tage sind genug. Der Lohnausgleich wird aus dem Produktivitätszuwachs und den Profiten bezahlt und trägt dazu bei, dass sich die Schere zwischen Gewinnen und Löhnen nicht weiter öffnet.
Dafür brauchen wir starke Gewerkschaften und gut organisierte Belegschaften. Der Öffentliche Dienst muss hier mit einer Vorbildfunktion vorangehen und die Arbeitszeit verringern. Bessere Arbeitsbedingungen und kürzere Arbeitszeiten sind auch ein Rettungsanker vor dem Zusammenbruch der sozialen Dienste.
8. Mai 2024
Vor 79. Jahren befreiten die Alliierten Streitkräfte Europa vom Faschismus. Der 8. Mai erinnert seitdem an die Kapitulation der Deutschen Wehrmacht und das Ende des 2. Weltkrieges in Europa. Er erinnert auch die Schrecken der faschistischen Barbarei, den Widerstand gegen die Faschisten und mahnt uns zur Wachsamkeit und zum Mut. Mut den wir aktuell stärker den je brauchen. Deswegen braucht es den 8. Mai in Deutschland als offizieller Feiertag, als Fest über die Befreiung vom Faschismus. Nicht weil wir den Faschismus besiegt hätten, sondern damit sich dieses Grauen nie Wiederholen kann. Wir brauchen mehr Widerstand gegen den organisierten Rechtsextremismus, Rassismus und neonazistische Gewalt. Denn Nie wieder ist Jetzt!
Sei dabei, und reih dich ein:
Veranstaltung Linksjugend: 8. Mai 2024 Picknick am Casinoberg mit Open Mic und Diskussionen
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